Energie

 

Strom selbst erzeugen

Die Stromerzeugung auf dem eigenen Grundstück wird immer beliebter. Auf lange Sicht kann es günstiger sein und man kann etwas zum Umweltschutz beitragen. Allerdings muss am Anfang mit hohen Investitionskosten gerechnet werden und man muss natürlich ein eigenes Grundstück bzw. eine eigene Immobilie benutzen. Die bekannteste Möglichkeit der privaten Stromerzeugung ist wohl die durch Solaranlagen, die meist auf Dächern angebracht werden.Energie Zuhause

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, durch ein Blockheizkraftwerk sowohl Strom als auch Heizwärme zu erzeugen. Im Einzelfall, beispielsweise auf abgelegenen Höfen, kann man auch über die Anschaffung einer Kleinwindkraftanlage nachdenken, das ist aber eine teure Angelegenheit.

 

Wechsle zum Öko-Stromanbieter

Wenn Du gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und für den Ausstieg aus der Klima schädlichen Kohleverstromung bist und möchtest, dass Energie aus Geothermie, Wasser, Wind, Sonne und Biomasse statt aus Atomenergie und Kohle erzeugt wird, dann kannst du darauf achten, deinen Strom von einem Ökostromanbieter zu beziehen. Dieser kommt in der Regel nicht aus den Konzernen wie E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall. ROBIN WOOD hat recherchiert, welche Ökostromanbieter sich für den Atomausstieg und den Ausbau Erneuerbarer Energien einsetzen. Hier der Link zu den Ergebnissen.

 

Wenn ihr noch mehr Tipps wollt, dann kann das Buch „Das große Energie- und CO2 – Sparbuch“ weiterhelfen. Dort sind 1001 Tipps für Haus, Garten, Büro und Freizeit aufgezeigt.

 

Energie sparen im Haushalt

Wenn man nicht gleich Strom selbst erzeugen kann, hilft auch schon Strom sparen. Wie das im Alltag am besten geht, hier ein paar Ideen[1]:

 

Abschalten statt Stand-by
Wenn ihr den PC, den Fernseher oder das Radio öfter ausschaltet anstatt die Geräte auf Stand-by zu lassen, dann spart ihr Strom und Bares.  Auch die Ladegeräte vom Handy sollten nach Gebrauch aus der Steckdose gezogen werden. TIPP: Holt euch abschaltbare Steckdosenleisten, denn damit dreht ihr allen angeschlossenen Geräten mit einem einzigen Knopfdruck den Saft ab. Allein der Stand-by-Betrieb sämtlicher Elektrogeräte der deutschen Haushalte benötigt den Strom von zwei Atomkraftwerken.

 

Kochen mit Deckel lohnt sich!
Denn es kostet ein Drittel weniger Energie als „oben ohne“. Auch der Topf sollte immer passend z14776071273_d3402a4720_our Herdplattengröße ausgewählt werden. Auch hier kann man rund 46 Euro und 100 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr einsparen, wenn bei fünf Kochvorgängen pro Woche der Topfdeckel benutzt wird.

 

 

Wasserkocher statt Herdplatte
Ob Tee oder Pasta – wenn das Wasser im elektrischen Wasserkocher erhitzt wird, geht das a) schneller und benötigt b)weniger Energie als der Topf auf dem Herd. Wer jeden Tag einen Liter Wasser kocht, spart mit dem Wasserkocher jährlich 40 Euro beziehungsweise 90 Kilogramm CO2.

 

Kühlen mit Verstand
Lebensmittel fühlen sich bei 6 bis 7 Grad im Kühlschrank wohl. Für die Gefriertruhe reicht eine Temperatur von minus 18 Grad. Das wichtige daran ist, dass der Kühlschrank und die Gefriergerät dort stehen, wo es kälter ist, also nicht neben Heizkörper, Herd oder Spülmaschine. Denn wenn der Kühlschrank nur auf höchstens 7 Grad Celsius heruntergekühlt wird, könnt ihr gegenüber einer Kühlung auf 5 Grad Celsius rund 20 Kilogramm CO2 und 10 Euro jährlich einsparen.

 

Energie sparen beim Waschen und Trocknen
850062563_62d29e0db6_oWäsche in der Waschmaschine sollte überwiegend im Sparprogrammen (ECO) gewaschen werden und vor allem, nur wenn die Maschine voll ist. Heutige Waschmittel machen Koch- und Vorwäsche überflüssig, daher reichen 40 Grad völlig aus. Wenn die Wäsche dann noch auf der altmodischen Wäscheleine getrocknet wird und nicht im Trockner, spart ihr zusätzlich Bares. Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 40 statt 60 Grad sowie Verzicht auf Vorwäsche und Trockner können 250 Kilogramm CO2 vermieden werden. Gespartes Geld: 110 Euro.

 

Spülmaschine statt händisch waschen

Sparsame Spülmaschinen sind nicht nur tolle Küchenhelfer, sondern benötigen auch weniger Wasser als das Spülen mit der Hand. Die Maschine sollte jedoch möglichst voll sein und  genau wie die Waschmaschine im Sparprogramm laufen. Das Geschirr soll jedoch nicht vorgespült werden, das verbraucht nur Wasser. Bei 160 Spülmaschinengängen im Sparprogramm statt Handwäschen können pro Jahr 80 Kilogramm CO2 und 35 Euro eingespart werden.

 

Stoßlüften statt kippen

15271321330_8f3f51b928_oStatt die Fenster stundenlang zu kippen, sollte besser alle zwei bis drei Stunden stoßgelüftet werden. Dabei sind schon einige Minuten weit geöffnete Fenster ausreichend um die Raumluft zu optimieren und gleichzeitig Energie zu sparen, vor allem bei kalten Außentemperaturen. So spart ihr bei dieser Methode 610 Kilogramm bzw. 180 Euro pro Jahr im Vergleich zu ständig gekippten Fenstern bei kalten Außentemperaturen – wenn sich das mal nicht lohnt!

 

Effiziente Geräte bei Neuanschaffung

Heutzutage gibt es unterschiedliche Effizienzklassen bei Elektrogeräten, die von A bis G gehen. Wenn ihr oder eure Eltern über eine neue Waschmaschine, Trockner oder Kühlschrank nachdenkt, dann sollten nur Geräte mit der Effizienzklasse A+ bis A+++ in Betracht gezogen werden, das spart auf lange Sicht sehr viel Strom! Wenn ein alter Kühlschrank der Energieeffizienzklasse B durch ein Gerät der Klasse A+++ ausgetauscht wird, spart man pro Jahr 160 Kilogramm CO2 und 74 Euro ein.
Hier zwei Links zu Seiten, bei denen ihr Euch über energiesparende Geräte weiter informieren könnt:

-          http://www.spargeraete.de

-          http://www.energiesparende-geraete.de

 

 


[1] Berechnung des Energieverbrauchs: Den Euro-Angaben liegt der Durchschnittspreis von 0,27 Euro pro Kilowattstunde (variiert nach Stromanbieter) zugrunde. Für jede Kilowattstunde verbrauchten Stroms werden rund 600 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft geblasen. Alle Angaben sind Näherungswerte. Quelle: http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/energie-spartipps/strom-sparen/

 

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