Klamotten

Kaufe öko-faire Klamotten!
Als Konsumenten haben wir mit unseren Kaufentscheidungen Einfluss auf die Richtung der (Konzern-) Politik. Mit unserem Geld entscheiden wir, welche Zweige der Produktion und des Handels wachsen und welche zurückgefahren werden. Wenn eine Vielzahl von Konsumenten öko-faire Kleidung kauft und konventionell hergestellte Kleidung links liegen lässt, werden die Konzerne gezwungen sein, ihre Produktionsweisen dieser veränderten Nachfrage anzupassen. Beim Einkauf sollte uns also immer bewusst sein: Die Nachfrage steuert das Angebot! Interessant ist auch, dass öko-faire Klamotten nicht unbedingt teurer sind als konventionelle Markenklamotten. Trägt man im Falle öko-fairer Mode vor allem zu einer umweltverträglichen und fair entlohnten Herstellung bei, fließt das Geld für Markenkleidung vor allem in den Namen.
Hier findest du die Läden mit öko-fairen Klamotten in Hamburg. Wenn du lieber online shoppst und einen Überblick über (modische) öko-faire Labels bekommen möchtest, dann kannst du dies bei getchanged.net, einem Blog und Shopping Guide der über Modelabels informiert, die sozial und ökologisch produzieren.

 

Re-design!
Mittlerweile gibt es Workshops in Hamburg (z. B. bei redesign), in denen man lernen kann, seinen alten Klamotten neues Leben einzuhauchen, indem man sie umnäht, mit anderen Stoffen kombiniert oder aber gänzlich umfunktioniert. So entstehen absolut individuelle Kreationen und nie wieder wird es Dir passieren, mit vier anderen Menschen, die bei H&M zum gleichen Shirt gegriffen haben, leicht verschämt in einem Raum zu stehen.

 

Mach‘ mit!
Engagiere dich in einem Netzwerk oder in einer Organisation, die sich für öko-faire Kleidung einsetzt. Du hast die Wahl: Kampagne für saubere Kleidung, PAN … Möglichkeiten gibt es viele!

 

Stoffwechsel-Party
Ein neues Outfit lässt sich kaum geselliger und günstiger organisieren als auf einer Stoffwechsel-Party! Lade Freunde/innen ein mit der Ansage, dass jede/r Klamotten mitbringt, die ihr Dasein nur noch im Schrank fristen. Musik, Getränke und jede Menge Stoff, der fröhlich getauscht wird bis er wieder sitzt, sorgen für das perfekte Party-Programm. Abgucken kannst Du Dir das Ganze auch bei LOKAL. Der Verein an der Max-Brauer-Allee organisiert alle 3 Monate eine Klamotten-Tausch-Party. Schau doch vorbei und schnapp Dir auch gleich ein neues Stück für Deine Garderobe. Auch im TauschRausch-Laden am Hauptbahnhof können gebrauchte, aber gut erhaltene  Kleidungsstücke abgegeben werden. Dafür darfst Du natürlich nach neuen Abziehteilen stöbern und sie mitnehmen. (Bundesweite Tauschevents und -orte findest Du unter Klamottentausch.net.)
Nun geht das Tauschen auch online: Auf Kleiderkreisel kannst Du Klamotten gebührenfrei tauschen, verkaufen oder verschenken.

 

Mach‘ was!
Verändere die Dinge vor Ort – ob zuhause, in der Schule oder in der Nachbarschaft. Rate Deinen Eltern, künftig Kleidung, Bettwäsche, Hand- und Geschirrhandtücher aus Bio-Baumwolle zu kaufen; setze Dich in Deiner Klasse dafür ein, dass Eure Klassen- oder Schul-T-Shirts aus Bio-Baumwolle und fair gehandelt sind oder gründe eine eigene Schülerfirma.

 

Secondhand
Sie gehören mittlerweile zum guten Ton in jedem Viertel, das was auf sich hält: Secondhandshops und Flohmärkte. Kreative Outfits und extravagante Kombinationen lassen sich leicht mit Hilfe von Kleidungsstücken und Accessoires aus einem Secondhandshop kreieren. Und so schnell wie Du Deine Garderobe mit dem neuen alten Zeug erweitern kannst, so bequem kannst Du die getragenen Sachen anschließend an andere weiterreichen.

 

Klamotten waschen
Auch beim Klamottenwaschen kann man nachhaltig handeln. Wasche Deiner Kleidung zuliebe erst, wenn es nötig wird, denn ein Waschgang bedeutet nicht nur Reinigung, sondern auch Verschleiß! Lass die Waschmaschine nicht halbvoll laufen, sondern wasche erst, wenn genug Schmutzwäsche beisammen ist. Benutze biologisch abbaubare Waschmittel. Ein wenig Waschmittel reicht bereits, die Wäsche braucht kein Schaumbad.

 

Tauschkisten
Seit kurzem sind in Hamburg an mehreren Orten sogenannte “Tauschkisten” zu sehen – und zu benutzen! Der Name führt etwas in die Irre, da es sich nicht immer um einen Tausch handeln muss. Gute, von Dir nicht mehr benötigte Sachen kannst Du in die Tauschkiste legen. Wer sich dafür interessiert, kann sie sich anschließend aus der Kiste angeln. Eine kreative Idee für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und ein absolutes Ausrufezeichen in unserer Wegwerfgesellschaft! Zum Mitmachen mehr als empfohlen! In Hamburg findest Du die Tauschkisten hier.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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