Vor kurzem haben wir in einem Beitrag über die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ berichtet, ein Zusammenschluss von hauptsächlich westafrikanischen Flüchtlingen, die seit Anfang des Jahres in der Hansestadt leben und für ihre Rechte kämpfen. Nach eigenen Angaben sind sie aus dem kriegsgeplagten Libyen nach Italien geflüchtet, von wo aus sie nach Deutschland geschickt wurden. Die Gruppe versucht ihr Bleiberecht in Hamburg durchzusetzen – und in der Zwischenzeit, so gut es geht, über die Runden zu kommen. Die Politik macht ihnen das sehr schwer, in dem ihr Aufethaltsstatus weiterhin ungeklärt und eine Abschiebung ständig präsent ist. Zusätzlich hält das Arbeitsverbot sie davon ab Geld zu verdienen und so sind sie auf Unterstützung von Privatperonen und Institutionen angewiesen. Die St.-Pauli-Kirche bietet seit Monaten eine Unterkunft für mehr als 80 Peronen, Parteien wie die Linke und die Grünen versuchen auf politischer Ebene gemeinsam mit den Flüchtlingen eine Lösung zu finden. Auch zivilgesellschaftlich bekommt die Gruppe viel Unterstützung: In den vergangenen Monaten haben auch durch die Gruppe “Lampedusa in Hamburg” selbst zahlreiche Aktionen, Proteste und Demonstrationen stattgefunden, die zu Solidarität mit den Geflüchteten aufriefen und auf ihre Situation aufmerksam machen wollten.

Eine tolle Unterstützungsaktion wurde auch von der 10b Klasse der Stadtteilschule am Hafen/St. Pauli gestartet. Die Schüler/innen haben in einem Brief den Senat aufgefordert, die Turnhalle der Schule als Aufenthaltsort für die Flüchtlinge zu benutzen. Die Petition der Schüler/innen kannst Du hier finden und unterzeichnen!

In den letzten Tagen hat sich nun die Situation der Geflüchteten deutlich verschärft. Durch Straßenkontrollen und Razzien der Polizei wurden mehrere Menschen vorübergehend festgehalten, Fotos von ihnen gemacht sowie Fingerabdrücke abgenommen. Alles deutet darauf hin, dass der Senat seine Vorgehensweise nun verschärfen will. Viele der Flüchtlinge und Aktivist/innen fürchten deshalb, dass dies als Vorbereitung für eine Abschiebung gedeutet werden kann.

Um auf die drastische Vorgehensweise des Senats hinzuweisen und auf ein Bleiberecht der Geflüchteten zu pochen, findet am 2. November wieder eine große Demo in Hamburg statt. Bist Du dabei? Weitere Infos findest Du hier.

Bild: Park Fiction

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