KlimaberichtGletscher werden abgetragen, Grönland und die Antarktis schrumpfen, der Meeresspiegel steigt – und Schuld tragen vor allem die Menschen. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte 5. Bericht des UN-Weltklimarats (IPCC) liest sich alarmierender denn je. Der Meeresspiegel ist in den letzten zwei Jahrtausenden zu keiner Zeit so sehr gestiegen wie seit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Auch der Kohlendioxid-Ausstoß hat hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl und Erdgas) und durch industrielle Vorgänge in den letzten 40 Jahren rapide zugenommen. Kohlekraftwerke sind ebenso Grund für den erhöhten Kohlendioxidausstoß wie Auto-, Flugzeug- oder Schiffsverkehr.

Der diesjährige Weltklima-Bericht beschreibt, dass sich die Erde aufgrund der steigenden Freisetzung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid weiter erwärmen wird. Alarmierende Prognosen belaufen sich auf bis zu 4 Grad Temperaturanstieg über das kommende Jahrhundert. Auch scheinen sich die Expert/innen darüber einig zu sein, dass es vermehrt extreme Wetterphänomene, wie z.B. heftige Regengüsse, Stürme, Flutwellen, Waldbrände und Hitzewellen, geben wird, auch an Orten, wo es derartige Phänomene bisher noch nicht oder kaum gab. Diese Klimaveränderungen können u.a. auch bewirken, dass die Welternährungssicherheit weiter in Gefahr gerät, weil Ernten vom Regen oder von der Hitze zerstört werden. Besonders ärmere Regionen werden laut Bericht darunter leiden. Um das Ausmaß der Umweltbelastungen zu begrenzen, sind global abgestimmte Emissions-Beschränkungen insbesondere auf Seiten der großen Industrienationen wie Deutschland dringend notwendig. Wir können aber auch in unserem eigenen Umfeld klimabewusst handeln. Das betrifft das Konsumverhalten genauso wie das klimafreundliche Reisen.

 

Info: Der Weltklima-Bericht wird seit 1990 ungefähr alle 5-6 Jahre von Expert/innen der Vereinten Nationen aus aller Welt erstellt. Dabei ist jedoch die Herkunft der Expert/innen z.B. bei dem diesjährigen Bericht stark auf Europa (34%), Nordamerika (28%) und Asien (16%) konzentriert. Nur 8% der vertretenen Meinungen stammt von Afrikaner/innen. Die einzelnen Aussagen des Berichts werden entsprechend der übereinstimmenden Ansichten eingestuft als ‘praktisch sicher’, ‘wahrscheinlich’ etc.. Eine schöne, etwas längere Zusammenfassung des Berichts gibt es hier. Die inoffizielle Version des 5. Berichts in deutscher Sprache gibt es hier.
 

Bilder: Creative Commons Licence Oxfam International auf Flickr; Creative Commons Licence Sam_Catch auf Flickr.

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