silent universityWas einst als Kunstprojekt von Ahmet Ögüt in der Londoner Tate Gallery entstand, ist inzwischen zu einer internationalen Plattform gereift, die seit Kurzem nun auch in Hamburg ansässig ist: Migrant_innen – oft mit akademischem Hintergrund -, die in ihrem Herkunftsland ihr Wissen und ihre Erfahrungen nicht weitertragen können, die verfolgt werden oder aus anderen Gründen Asyl suchen, vermitteln in der Silent University ihr Wissen. Grundlegendes Prinzip ist, dass jede_r das Recht hat zu lehren – ohne gesetzliche und ohne sprachliche Einschränkungen. Einige Dozent_innen lehren ohne ihren vollen Namen zu nennen, andere lehren um anonym zu bleiben mit Maske und Namensänderung. Menschen, die auf der Flucht in ein anderes Land kommen und denen oft jahrelange Asylverfahren und schwierige Kämpfe um Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bevorstehen, sollen zudem unmittelbar nach der Flucht ihr Wissen weitertragen können. Zu einnehmend sind sonst die Auseinandersetzungen um das Bleiberecht, zu groß ist die Gefahr, dass das erlernte Wissen verblasst.

Die Veranstaltungen der Silent University in Hamburg finden in Zusammenarbeit mit Stadkuratorin in den Räumen der W3 statt. Jede_r kann sich einbringen, auf unterschiedlichste Arten, z.B. an den Kursen teilnehmen, Lehrende beherbergen, bei den Veranstaltungen kochen, Veranstaltungen organisieren und dokumentieren.

Mehr Informationen und Termine findest Du hier

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>