Klamotten

Wie viel Macht haben wir, wenn wir am Samstag mal eben shoppen gehen? Nur sehr wenigen von uns ist bewusst, dass wir dabei nicht nur über Farbe, Form und Stil unserer eigenen Kleidung entscheiden. Daher kann man auf dieser Seite erfahren, wie mächtig wir als Konsumenten/innen bei der Wahl unserer Klamotten wirklich sind und wie wir diese Macht einsetzen können.

Manche behaupten, es gäbe kein richtiges Einkaufen in einem falschen Weltwirtschaftssystem. Aus dieser Sicht handelt es sich beim nachhaltigen Konsum nicht um eine neue politische Bewegung, sondern nur um neue Absatzmärkte. Statt nach Lösungen für globale Herausforderungen zu suchen werde nur individuelle Erlösung versprochen. Auch sei es ein Widerspruch an sich, Konsum als nachhaltig zu bezeichnen.

Andererseits benötigt jede/r irgendwann einmal ein neues T-Shirt oder eine neue Jeans. Man „muss“ dann konsumieren. Gibt es in diesem Fall überhaupt keinen „richtigen“ Konsum? Ist es egal, ob ich ein konventionelles T-Shirt kaufe oder eines aus Bio-Baumwolle und Fairem Handel? Nein. Durch mein Konsumverhalten kann ich etwas verändern. Wenn wir eine Neuausrichtung unserer Wirtschaft wollen, reichen verantwortlich handelnde Unternehmen allein nicht aus. Wir brauchen auch Verbraucher/innen, die die entsprechenden Produkte fordern und kaufen.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Dir zeigen, warum „korrekte Klamotten“ wichtig sind und wir möchten auf echte Alternativen hinweisen. Denn fest steht: Auf dem globalen Textilmarkt gibt es keine Nachhaltigkeit. Nur die Erdöl- und Edelsteinindustrie schneidet noch schlechter ab. Nicht umsonst werden Textilfabriken als „Sweatshops“ bezeichnet („sweat“: englisch für Schweiß), denn die dort herrschenden Arbeits- und Umweltbedingungen treiben den Arbeiter/innen im übelsten Sinne des Wortes den Schweiß auf die Stirn.
Die unterschiedlichen Aspekte des globalen Textilmarktes lassen sich am besten am Beispiel der Baumwolle schildern.

Bild: Open School 21