Politische Ziele

Die Bedürfnisse der jetzt lebenden Generationen sollen nicht die Chancen künftiger Generationen beeinträchtigen. Um den ressourcenschonenden Umgang mit Wasser weltweit durchzusetzen, muss noch viel Arbeit geleistet werden. Für die Industrieländer wird die Herausforderung drin bestehen, ihre Wirtschaftspolitik zusammen mit der Energie-, Agrar- und Handelspolitik nachhaltiger zu gestalten. In den Ländern des globalen Südens gilt es hingegen, in der Bildung, Armutsbekämpfung und ländlichen Entwicklung, und auch im Bereich der Gesundheit, der Sanitärversorgung und der Abfallbeseitigung Veränderungen herbeizuführen.

Auf europäischer Ebene hat man im Jahr 2000 die EU-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet. Mit ihr soll ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, bei dem neben der Nutzung der Gewässer auch Themen wie die Erhaltung der Lebensräume und die nachhaltige Sicherung der Wasserressourcen im Vordergrund stehen. Die dauerhafte Reinhaltung der Gewässer muss mit chemischen, biologischen und ökologischen Standards nachgewiesen werden.

Für Hamburg, als „Grüne Metropole am Wasser”, bedeutet die Einführung der EU-Wasserrahmenrichtlinie eine Chance, aber auch eine Herausforderung. Da der Zustand der hiesigen Gewässer in hohem Maß von der Wasserqualität der flussaufwärts gelegenen Staaten abhängig ist, begrüßt Hamburg den Ansatz einer internationalen Richtlinie. Gleichzeitig erfordert ihre Umsetzung aber auch eine Veränderung im eigenen Denken und Handeln. Der eingeforderte „gute Zustand der Gewässer“, der nicht nur sauberes Wasser, sondern auch ein intaktes Ökosystem voraussetzt, ist für Hamburg mit seinem Welthafen und den zahlreichen Kanälen keine leichte Aufgabe.

Was Du selbst tun kannst!
Orte in Hamburg zum Thema Wasser!

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